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Pressestimmen Kinderchor 2008/09


 Ludwig van Beethoven 9. Sinfonie

...Mit einem Male ist da mehr als die gebrüllte Wahnvorstellung, jedes Menschen Bruder sein zu müssen - wer wollte das schon. Mit einem Male blüht dieser Gesang über dem ekstatischen Farbspiel des Orchesters. Was natürlich auch und vor allem an den Sängern liegt. An den von Howard Arman, Gregor Meyer und Frank-Steffen Elster präparierten vereinigten Chören von MDR und Gewandhaus, die selbst zwischen vokalen Heimsuchungen Raum finden für Artikulation, Text, Geschmeidigkeit und Klarheit...

Peter Korfmacher - Leipziger Volkszeitung, 30. Dezember 2008

 

 

Weihnachtskonzert

Noch heißt es warten auf die Ankunft des Herrn. Am Sonntag ist diese Vorfreude mit dem GewandhausChor unter Gregor Meyer und dem GewandhausKinderchor unter Frank-Steffen Elster vornehmlich leise jubelnd. Mit weihnachtlicher Chormusik aus fünf Jahrhunderten geht es auf Streifzug quer durch Europa... Das alte flämische „Nu sijt willkome“ singen beide Chöre wie Bachs „Ich steh an deiner Krippen hier“ a cappella. Ganz besonders reizvoll ist es, wenn sich der reife, fein ausgewogene Klang des GewandhausChores mit den hellen Kinderstimmen trifft... So sind denn die von allen gemeinsam musizierten Stücke wie „Nova, Nova“ oder „Riu, riu, chiu“ (hier hat Frank-Steffen Elster trefflich arrangiert) die festlichen Höhepunkte des Abends. Draußen rennt die Zeit weiter, drinnen im vollen Saal bleibt sie für einen Moment stehen.

Birgit Hendrich - Leipziger Volkszeitung, 16. Dezember 2008

 

 

„Brücken“ – Tag der Kinderchöre

Fröhlich geht es zu am Samstagabend im Mendelssohn-Saal des Gewandhauses. Und ein bisschen lauter als sonst. Die vielen Knirpse strafen alle Statistiken zur zunehmenden Vergreisung des hiesigen Konzertpublikums Lügen. Auf der Bühne dasselbe: Hier präsentiert sich der Sänger-Nachwuchs der Leipziger Oper und des Gewandhauses. Über hundert Mädchen und Jünger bringen Sophie Bauer, Leiterin des Opern-Kinderchores und Frank-Steffen Elster, Chef des Gewandhauskinderchores, zu der Programm „Brücken“ zusammen: Die Opernkinder tragen blaue Oberteile, die des Gewandhauses rote, So kann man genau sehen, wer woher kommt - schön. Noch schöner: hören kann man es nicht... Doch gemach: Diese Homogenität, diese klangvolle Mehrstimmigkeit mit feiner dynamischer Differenzierung und hervorragender Artikulation gibt es nicht zum Nulltarif. Das zeugt von grünlicher Probenarbeit beiderseits des Mendesbrunnens und von intensivem Miteinander. So gibt es Volkslieder in anspruchsvollen Chorsätzen ebenso wie Karl Jenkins Überflieger-Hit „Adiemus“. In Wolfram Buchenbergs „Sieben Zaubersprüchen“ wird angelegentlich gewispert und gezischt, schallt im zweiten Spruch ein Echo wie betörender Glockenklang. Die kleinen und großen Zuhörer applaudieren hier begeistert nach jedem Satz, und am Ende kennt der Jubel keine Grenzen.

Birgit Hendrich - Leipziger Volkszeitung, 6. Oktober 2008                                   

 

 
 

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