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Pressestimmen 2009/2010

 

Konzert „Klangwelten" - gemeinsam mit dem Vokalquartett NINIWE

...Zwei Stunden lang groovt es im Saal, swingt es in bezaubernden Arrangements aus der Feder von Niniwe-Frontfrau Winnie Brückner in wechselnden Besetzungen. [...]  Dass es beiden Ensembles Spaß macht, kann man sehen und hören. Wie gut sie sind, hört man auch, immer und erst recht in so diffizilen Sätzen wie „Your Eyes" oder „Abend". Und wenn in „And It Won't Come To an End" die kleineren Choristen die Groovebox liefern und die Größeren gemeinsam mit Niniwe so einfühlsam wie stimmprächtig loslegen, um schließlich in lupenreinem Unisono zu enden, dann kann das nur beeindrucken.

Birgit Hendrich - Leipziger Volkszeitung, 15. Juni 2010

 

 

ELOISE - Kinderoper vom Kinderchor

Zur Taufe ihrer Tochter Eloise löst die Königin ein Versprechen ein und übergibt der Hexe Volhek ihre sieben Söhne, die fortan tagsüber als Schwäne umherziehen müssen. Als Jugendliche macht sich die traurige Eloise auf den Weg, ihre Brüder zu befreien...

Am Sonntag brachte der GewandhausKinderchor Karl Jenkins' Kinderoper „Eloise" auf die Bühne. In die ansprechende Inszenierung von Philipp J. Neumann wird gekonnt der gesamte Mendelssohnsaal einbezogen: Quer zur Bühne verläuft durch das Publikum eine Art großer Laufsteg. Mägde, Diener, Distelwollspinner und Hexen treten aus allen Ecken auf und bewegen sich immer wieder auf die Mitte zu. [...]

Die schlichte Handlung gewinnt durch Licht, Rituale wie die Ringübergabe und Verwandlungen wie die des Harlekin zur Hexe Volhek eine poetische Magie. Durch die schlichten, geschmackvollen und teils pfiffigen Kostüme von Karoline Schreiber, chinesische Ballonlampen und Schattenspiel wird die Geschichte in einen asiatischen Raum gesetzt.

Die Kinder agieren mit großer Ernsthaftigkeit zu Jenkins' Musik, die sich farbenreich - interpretiert von 12 Mitgliedern des Gewandhausorchesters - zwischen Weill, Orff, Folk, Tanzmusik und Minimalismus bewegt. Die Textverständlichkeit der Chöre ist ein wenig wechselhaft, die solistischen Protagonisten dringen - technisch verstärkt - besser durch. Schauspielerisches und stimmliches Talent beweisen vor allem Sarah-Anna Ibrahim als selbstbewusst-sinnliche Hexe und Julia Körholz als gütige Königin, flankiert von der Amme (Katharina Körholz), dem dritten Freier (Lena Wenzke) und Alma Kielstein als Eloise.    Frank-Steffen Elster navigiert die große Zahl der Beteiligten sicher durch die etwa 70-minütige Oper, der auch die jüngsten Zuschauer im doppelt ausverkauften Saal gebannt und konzentriert folgen, was letztlich das größte Kompliment für Inszenierung und Interpretation ist.

Heike Bronn, Leipziger Volkszeitung, 9. März 2010

 

Ludwig van Beethoven 9. Sinfonie

Die zu eindrucksvoller Kampfstärke vereinigten Chöre der Oper (Einstudierung: Sören Eckhoff) und des Gewandhauses (Gregor Meyer präparierte die Großen und Frank-Steffen Elster den Kinderchor) nehmen die Erleichterungen [...] auf, die Chailly ihnen damit verschafft, dass er Beethovens forsche Tempi beim Wort nimmt. Da bleibt selbst im exaltierten Getümmel noch Raum für Gestaltung und für Artikulation. Und der Glanz der jungen Stimmen hält auch die Zumutungen im ewigen Schnee frisch und in Form, denen sich die Sopranistinnen fortwährend gegenüber sehen. Verdienter Jubel für alle Beteiligten - besonders für die Chöre.

Peter Korfmacher - Leipziger Volkszeitung, 31. Dezember 2009

 

"Miserere" - Konzert zum Ewigkeitssonntag

Ernste, interessante und nicht zuletzt schwierige Kirchenmusik hat Frank-Steffen Elster da für seinen GewandhausKinderchor ausgesucht. Nicht unbedingt das Stammrepertoire des Chores, aber Musik, die zum Ewigkeitssonntag passt. Und vielseitig sind die jungen Sängerinnen und Sänger ja allemal. Den Ausgangspunkt bildet Michael Haydns „Missa sub titulo Sancti Leopoldi", eine Messe ganz im klassischen Stil, in der der Chor durch klare Klanggebung und genaue Textverständlichkeit glänzt. [...] Auch der Höhepunkt des Abends ist eine Rarität, das berühmte „Stabat mater" von Pergolesi in der Bearbeitung Johann Sebastian Bachs, als 51. Psalm „Tilge, Höchster, meine Sünden". [...] Der Text, eine deutsche Psalm-Nachdichtung unbekannter Autorschaft, ist erstaunlich gelungen, und Meister Bach hat es sich natürlich nicht nehmen lassen, der Partitur kontrapunktischen Mehrwert hinzuzufügen. Dies tut der Klangsinnlichkeit keinen Abbruch, zumal wenn die klagenden Dissonanzen so ausdrucksvoll gesungen werden wie von Gesine Adler, Susanne Langner und dem GewandhausKinderchor. [...] Ein Konzert mit interessanten Entdeckungen also, und unter dem schlanken, aber pointierten Dirigat Elsters in überzeugender Aufführung. [...] Doch das größte Lob gebührt dem Chor, der auch schwierigste Passagen der Werke sicher beherrscht.

Benedikt Leßmann - Leipziger Volkszeitung, 24. November 2009

 

 


 
 

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