Das Gewandhaus-Magazin - Gesamtinhalt
Das Interview in Nr. 73 mit Ulf Schirmer
 
Weitwinkel: Ausgewählte Kulturtipps für den Winter
Das Interview in Nr. 72 mit Herbert Feuerstein
 
Das Editorial von Nr. 73
Das Interview in Nr. 71 mit Rolf-Dieter Arens
 
Das Sonderheft-Interview mit Jörg-Peter-Weigle
Das Interview in Nr. 70 mit Barbara Romaner
 
 

Weitwinkel: Ausgewählte Kulturtipps für den Winter

 

 

Das Festival »Women in Jazz« bittet abermals in die Saalestadt Halle. Unser Tipp: ein Konzert im Opernhaus, unter anderem mit der Saxophonistin Angelika Niescier - laut Arte Kultur »eine der aufregendsten Stimmen im deutschen Jazz« -, der aus Leipzig stammenden Kontrabassistin Anne Lieberwirth, dem Drummer Victor Jones, dem Gitarristen Jake Hertzog und der Pianistin Julia Hülsmann. Eine spannende Konstellation, treffen doch Hülsmanns Poesie und Improvisationskunst auf den Groove des Lieberwirth-Trios und mit diesem gemeinsam auf Niesciers »brachiale Ausdruckskraft mit intellektueller Kontrolle«.

11. Februar, 20 Uhr
http://www.womeninjazz.de/


Motetten gibt es nicht nur in Leipzig, sondern auch im benachbarten Halle. Gestaltet werden sie von einem Knabenchor, der 96 Jahre älter als die Thomaner ist: dem Stadtsingechor. Unser Tipp: Motette in der Marktkirche am Vorabend von Laetare unter anderem mit Josef Gabriel Rheinbergers F-Dur-Messe op. 190 für Männerchor und Orgel. Der Komponist gab seiner letzten vollendeten Messvertonung den Untertitel »Pro omni tempore«, hielt sie also für alle Zeiten des Kirchenjahrs geeignet. Womit sie gut zu dieser eigenartigen Aufforderung »Laetare« (freue dich!) mitten in der Passionszeit passen dürfte.

17. März, 18 Uhr
www.stadtsingechor-halle.de


Leipzigs Schumann-Haus
lädt zu seinen Familienkonzerten 2012 ein, die unter der Überschrift »Bunte Blätter« stehen. Denn alle vier Konzerte thematisieren die Verbindung von Musik und Bild. So geht das erste von Schumanns Petersburger Zeichnung aus. Sie entstand auf der großen Russlandreise, die Clara und Robert 1844 unternahmen. Damals lebte noch der Fabeldichter Iwan Krylow in Sankt Petersburg. Die Puppenspielerin Rosi Lampe liest und spielt einige seiner berühmten Fabeln, und Eduard Funkner musiziert dazu auf dem Bajan, dem russischen Knopfakkordeon. - Freier Eintritt für Kinder bis 16 Jahre.

23. März, 17.30 Uhr
www.schumann-verein.de


»Plan b«, Leipzigs neues »Kulturkaffee«, eröffnete letztes Jahr. Einen Plan b hatte in den 50er Jahren auch Günter Kiesant, Nestor der Leipziger Jazzszene: Um keinen Ärger mit den DDR-Behörden zu bekommen, spielte der Drummer in Westberlin und -deutschland unter dem Pseudonym Tom »Eminenz« Roberts. Erhalten hat sich aus dieser Zeit sein Spitzname »Emmes«. Jetzt feiert er mit den LeipJAZZigern seinen 80. Geburtstag - natürlich im Plan b, wo die Konzerte der LeipJAZZig-Initiative neuerdings stattfinden. Eröffnet wird der Abend mit »Schwedischen Impressionen« des Duos Andreas Böhmer und Jan Roth.

25. März, 20 Uhr
www.plan-b-leipzig.de

 

 
 

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