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Am 30. November 2005 konnte der neue „Gewandhaus Sponsor's Club" gemeinsam mit den Mitgliedern vor zahlreichen Vertretern der Presse und Gästen feierlich eröffnet werden. Höhepunkt der Einladung waren die Überreichung der Mitgliedsurkunden durch Gewandhausdirektor Prof. Andreas Schulz an die Vetreter der Global-, Premium- und Classic-Partner sowie die Dankesworte von Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly.

Aktuelle Informationen und Berichte aus den Medien über den Sponsor´s Club finden Sie im Folgenden:

 

4. September 2007

"Expeditionen ins Gewandhaus - Sponsor´s Club Event 2007"

Unter dem Motto „Expedition ins Gewandhaus" bat das Gewandhaus am 4. September 2007 die Mitglieder des „Gewandhaus Sponsor's Club" wiederum zur alljährlichen gemeinsamen Abendveranstaltung an den Augustusplatz. Nachdem die Herrschaften im vergangenen Jahr bei der Zubereitung des Dinners auf dem Konzertpodium des Großen Saals unter der Regie von Münchens Sternekoch Horst Stromberg selbst Hand anlegen durften/mussten, gestaltete sich die Expedition ins Gewandhaus unter der Führung von Gewandhausdirektor Prof. Andreas Schulz gleichsam als Erfahrung von ungeahnten Höhen, Abgründen und Tiefen des berühmten Konzerthauses. Denn zunächst ging es, nach einem Abstecher in das eigene Tonstudio, unter die Konzerthausdecke mit spektakulären Ausblicken in den darunter liegenden Saalraum. Danach in die Klimazentrale im Tiefkeller, vorbei an der „Klaviergarage" mit spontaner Spielprobe des Intoneurs auf dem neuen Steinway-Flügel, direkt in das im Gewandhaus gelegene Restaurant „Stadtpfeiffer", wo Bürgermeister Andreas Müller die Tischrede hielt. Nicht zuletzt dank der aufmerksamen Versorgung der Gruppe durch kleine Köstlichkeiten und erlesene Getränke des sternegekrönten „Stadtpfeiffer", die an allen Stationen bereit standen, war überall beste Laune, bis zum Ausklang des Abends in der entspannenden Lounge-Ausstattung der After-Work-Concerts auf der Barlach-Ebene, wo man noch lange bei guten Gesprächen zusammen blieb.

 

24. Juli 2007

Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Zum Sponsorendinner auf die Konzertbühne"

Diesen Abend im vergangenen Sommer wird Katharina Hitschfeld niemals vergessen. Zunächst holte eine feine Limousine die Inhaberin einer Leipziger PR-Agentur zu Hause ab und brachte sie ins Gewandhaus. Nach einer Champagner-Begrüßung durch den Direktor führten Platzanweiser mit Taschenlampen die wenigen Gäste - allesamt Sponsoren des weltbekannten Orchesters -  in den stockfinsteren Konzertsaal. Getuschel und gebannte Spannung folgten. Plötzlich wurde die Orgel angestrahlt, ein Bach-Stück erklang. „Das riesige Instrument spielte nur für uns, das war ein wunderbares Gefühl", erinnert sich die Zweiundvierzigjährige.

Ebenso überraschend bat man die kleine Gruppe anschließend auf die Bühne. Dort erwarteten sie festlich gedeckte Tische, eine improvisierte Küche sowie der Münchner Sternekoch Horst Stromberg mit seinen Helfern. Wo normalerweise Saiten singen und Posaunen schmettern, zauberte und verzehrte der erlauchte Kreis in den kommenden Stunden ein mehrgängiges Menü. Dazu reichte eine Winzerin ihre Weinempfehlungen. „Das zu erleben war ein großes Privileg", sagt Hitschfeld. „So etwas wird es im Gewandhaus nie wieder geben."

Mit exklusiven Angeboten wie dem Bühnendinner geht das Leipziger Gewandhaus neue Wege in der Betreuung seiner privaten Geldgeber. Die persönliche Ansprache und die geringen Einstiegssummen für die Förderung sollen vor allem mittelständische Konzertfreunde ansprechen, die sonst nur selten ihre Geldbörsen für kulturelle Zwecke öffnen. Offenbar hat dieser sogenannte „Sponsor´s Club" einigen Erfolg: Vor drei Jahren hätten Spenden und Sponsorengelder nur 200 000 bis 300 000 Euro im Jahr in die Kasse gespült, sagt Gewandhausdirektor Prof. Andreas Schulz, nun seien es 1,1 Millionen. Er erwartet mindestens eine Verdopplung des Betrages in den nächsten Jahren, wenn der Club wie erhofft wächst...

Der Club ist nach Schulz´ Worten in dieser Form einmalig in Deutschland. Das Gewandhaus habe die Zahl der Mitglieder bewusst auf 49 begrenzt, um die Exklusivität zu wahren. Freilich gesteht Schulz zu, dass es in einer strukturschwachen Region wie Leipzig nicht einfach ist, selbst diese wenigen Positionen zu füllen. In der höchsten Kategorie („Global"), die eine Unterstützung von mindestens 350 000 Euro im Jahr voraussetzt, engagiert sich bisher nur die Sparkasse Leipzig; zwei weitere Plätze sind vakant. Zum Vergleich: Die Deutsche Bank zahlt den Berliner Philharmonikern rund 4 Millionen Euro im Jahr.

In der „Premium-Klasse" des Sponsor´s Club bringen sieben Unternehmen mindestens 50 000 Euro im Jahr auf; 9 werden noch gesucht. Die Gesamtzahl 16 soll an die Gründung des Konzertvereins durch 16 Leipziger Kaufleute im Jahr 1743 erinnern. Seitdem gilt der Zusammenschluss als das älteste bürgerliche Konzertorchester im deutschen Raum. Zunächst fanden die Veranstaltungen in einem Gasthaus statt, 1781 zog man in das Messehaus der Tuchwarenhändler um, das sogenannte Gewandhaus. „An diese Tradition bürgerlichen Kulturverständnisses knüpft der Sponsor´s Club an", sagte Schulz. Besonders interessant für kleine Unternehmen und Privatleute sei die Förderversion „Classic", in der sich auch Hitschfeld engagiert. Dort reichen 5000 Euro im Jahr aus. 30 Positionen stehen zur Verfügung, etwa die Hälfte ist vergeben.

Für Schulz ist der Sponsor´s Club mehr als reines „Fundraising". Die Gegenleistungen an die Geldgeber suchten ihresgleichen im deutschen Musikgeschäft. Dazu gehören das Recht zur Nutzung des Gewandhaus-Logos und die Nennung des Förderers in den Publikationen mit einer Auflage von immerhin 480 000 Exemplaren im Jahr. Zudem darf der Sponsor an Generalproben teilnehmen, erhält je nach Förderklasse eine unterschiedliche Zahl an Ehrenkarten sowie Vorkaufsrechte, unter anderem für Bachs Weihnachtsoratorium. Dort übersteigt die Nachfrage nach Karten das Angebot regelmäßig um das Zehnfache.

 

1. Dezember 2005

Leipziger Volkszeitung: "Wirtschaft setzt auf Gewandhaus"

Andreas Schulz war in Feiertagslaune: „Heute fallen Ostern, Pfingsten, Himmelfahrt und Weihnachten zusammen", verkündete der Direktor des Gewandhauses Leipzig gestern früh. Anlass: die Präsentation des „Gewandhaus Sponsor's Club". Ein ausgeklügeltes Projekt, um Kultursponsoring auf eine breite Basis zu stellen. Erste Adressaten sind dabei weniger die Global Players als vielmehr mittelständische Unternehmen, die in der Regel wenig Erfahrung mit Sponsoring haben.

Der Deal verspricht Gewinn für beide Seiten: Überweist die Firma X den Betrag Y, genießt sie Privilegien, die sowohl das eigene Image verbessern als auch Kundenbindung und Kontaktpflege fördern. Während Unternehmen durch die Nutzung der Marken „Gewandhaus-Orchester" und „Gewandhaus" Exklusivität vermitteln können, taucht ihr Logo auf den Rückseiten von Eintrittskarten ebenso auf wie in Publikationen (Jahres- und Programmheft, Monatsvorschauen oder Zeitungsbeilagen). Dazu reicht der Musiktempel Bonbons: Einladungen zum Empfang mit Kapellmeister Riccardo Chailly plus anschließendem Konzertgenuss oder Probebesuch inklusive Lunch. Vor Konzerten kann für Treffen mit Geschäftspartnern das Nikisch-Zimmer reserviert werden. Ein besonderer Anreiz dürfte das Vorkaufsrecht auf vier Konzertkarten für das Weihnachtsoratorium in der Thomaskirche oder Beethovens Neunte sein - Aufführungen, die traditionell im Nu ausverkauft sind.

Marketing-Chef Patrick Schmeing hat eine Sponsoring-Pyramide aufgebaut, deren Sockel für stabile Statik sorgt: Ab 5000 Euro pro Jahr gilt man als „Classic Partner", neben maximal 29 anderen Mitgliedern. Im Pool der „Premium Partner" haben bis zu 16 Unterstützer Platz, die eine Mindestsumme von 50 000 Euro aufbringen. Drei Sponsoren verdienen sich bei einer Überweisung ab 350 000 Euro den Status „Global Partner". Einer ist schon da - die Sparkasse Leipzig.

Schulz kalkuliert mit jährlich mindestens zwei Millionen Euro. Und schiebt mit Blick auf die öffentliche Hand im nächsten Atemzug hinterher, dass die Sponsoringgelder nicht der Haushaltskonsolidierung dienen dürfen. Schulz denkt an ausgewählte Projekte wie jugendpädagogische Arbeit, spezielle Klavier- und Liederabende. Nicht zuletzt braucht das Gewandhaus Geld, um verlorenen Boden bei hochkarätigen Gastspielen gutzumachen. „Wir wollen einen Rahmen schaffen, um wieder internationale Stars verpflichten zu können, und auch damit den Weltruf des Hauses festigen."

Auf der ins Foyer gehängten Ehrentafel prangen die bisherigen 14 Namen des „Sponsor's Club". Bei der Enthüllung versprach Chailly, dass keiner die Entscheidung bereuen werde. „Wir werden konstruktiv und kreativ kooperieren." Wie gut das funktionieren kann, weiß Bernd Radestock, Geschäftsführer der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft, die als „Premium Partner" eingetragen ist: „Unsere Unicef-Konzerte zeugen seit vielen Jahren von hervorragender Zusammenarbeit. Hier ziehen zwei Unternehmen an einem Strang, die fest mit dieser Stadt verwurzelt sind. Und als Musikfreund ist mir der Eintritt in den Sponsor's Club ein persönliches Bedürfnis".

Übergabe der Urkunden 2005
Sponsor´s Club Event 2007
 
 

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