Pressestimmen 1999/2000
Das Gewandhausorchester [...] spielte die A-Dur Sinfonie aus Mozarts Sturm-und-Drang-Zeit federnd leicht, durchsichtig und tänzerisch.
(McFerrin dirigiert das Gewandhausorchester) Recklinghäuser Zeitung, Peter Dietrich, dpa, 14.07.00
Der Schwede [Herbert Blomstedt] und sein Orchester begeisterten durch behutsam herausgearbeitete Stimmungen.
(Brandenburg, Sankt Katharinen) Märkische Allgemeine/ Brandenburger Stadtkurier, Andreas Röhl, 03.07.00
[...] dank Blomstedts Kunst, intuitives Gestaltungsvermögen in klug disponierenden Gestaltungswillen umzuwandeln, wurde die Wiedergabe zum Ereignis.
(Tonhalle Düsseldorf) Neue Ruhr Zeitung, Johannes K. Glauber, 27.06.00
Schöne Bläser-Akkorde setzten in dem satten Klangbild immer wieder leuchtende Akzente.
(Schumann, Manfred-Overtüre; Tonhalle Düsseldorf) Rheinische Post, Norbert Laufer, 27.06.00
Ferntrompete, Horn, Posaune, Pauke, Klarinette aus allen Ecken tönen traumschöne Soli.
(Mahler, 3. Sinfonie) Leipziger Volkszeitung, Peter Korfmacher, 17.06.00
Frank-Michael Erben [1. Konzertmeister des GWO] und Co. glänzen dabei mit ihren solistischen Einsätzen und sorgen für Begeisterung beim Publikum.
(Rachmaninow, 1. Sinfonie) Leipziger Volkszeitung, Marcus Erb-Szymanski, 10.06.00
Gewaltig, aber nicht gewalttätig sind die Aufschichtungen, sanft zeigen die Bässe ihre Muskeln. Und die Vielstimmigkeit führt nicht ins Drama, sondern in sauber verfugte Architektur.
(CD: Hindemith, Die Harmonie der Welt) Die Zeit, Volker Hagedorn, 31.05.00
[...] Tiefe emotionale Eruptionen brachen sich hier Bahn, inklusive der schaurig-schönen Querflötenkantilene und der energisch-feurig in den Münchner Gasteig gesteuerten Klangblitze der Streicher.
(Brahms, Erstes Klavierkonzert) Münchner Merkur, Jan Schleusener, 10.05.00
[...] mit viel Liebe und Sorgfalt, ein Klangbad für alle Freunde romantischer Schönheit [...]
(Brahms Symphonie Nr.4) Wiener Zeitung, Herbert Müller, 09.05.00
Unprätentiös und bar jeglicher Eitelkeit auf das wesentliche konzentriert, gelang es dem Dirigenten [Herbert Blomstedt] der [...] Sinfonie jenen pulsierenden Fluss zu verleihen, der das Werk unter einem großen Spannungsbogen stellt.
(Bruckner, 6. Sinfonie, Bamberg) Fränkischer Tag, kan, 08.05.00
[...] ein ungewöhnliches Bruckner-Bild, das aber gleichwohl überzeugte [...], weil das Gewandhausorchester Leipzig auch unter seiner neuen Führung alle Qualitäten eines Spitzenorchesters nachweist.
(Bruckner, 6. Sinfonie, Kuppelsaal Hannover) Deister und Weserzeitung, Karla Langhein 05.05.00
Das [Gewandhausorchester] schwelgt und lebt und atmet und bebt, dass es eine Wonne ist [...]
(Brahms, 2. Sinfonie D-Dur) Leipziger Volkszeitung, Peter Korfmacher, 29.04.00
Ein Genuss, wie ihm [Charles Dutoit] das Gewandhausorchester folgt auf dem Trip durch die verwundene Seelenlandschaft des Komponisten: zarter Schmelz in den Streichern, [...] exzellente Bläser [...] und dazu ein vitales und reaktionsstarkes Schlagzeug.
(Berlioz, Symphonie fantastique) Leipziger Volkszeitung, Jörg Clemen, 15.04.00
Zweifellos ein Gipfeltreffen, denn auch das Gewandhausorchester offenbart sich dem namenhaften Gast [Leif Segerstam] als Ensemble der Spitzenklasse: Mit derlei phänomenalen Soli, wie sie Frank-Michael Erben und John Roderick MacDonald im Skrjabin-Finale bieten, können nur wenige Orchester glänzen.
(Skrjabin, Dritte Sinfonie) Leipziger Volkszeitung, Hagen Kunze, 01.04.00
Denn [Jirí] Bêlohlávek und die Leipziger entschädigen mit einem Sound für die Insel: wunderbar warm, vollmundig, glänzend, atmend lebendig, beinahe lüstern.
(Schönberg, Verklärte Nacht) Leipziger Volkszeitung, Peter Korfmacher, 25.03.00
[Viktoria] Mullova, Gewandhausorchester und [Jirí] Bêlohlávek stoßen ein Fenster in eine andere, eine bessere Welt auf, wenn am Schluss der Bach-Choral "Ich habe genug" alles Irdische unter sich läßt.
(Berg, Dem Andenken eines Engels) Leipziger Volkszeitung, Peter Korfmacher, 25.03.00
"Man kann sehr schnell mit diesem Orchester arbeiten...Diese ernsthafte, beinahe existenzielle Leipziger Art, Musik zu machen [...]."
(Ingo Metzmacher im Interview) Leipziger Volkszeitung, 24.2.00
[...] und [Blomstedt] sorgte beim Hamburger Gastspiel "seines" Ensembles für Jubelstürme in der Musikhalle.
(Hamburg-Konzert) Harburger Anzeigen u. Nachrichten, 14.02.00
Leipzigs Gewandhausorchester und sein Chef Herbert Blomstedt waren [...] in die vollbesetzte Musikhalle gekommen und lösten enthusiastische Begeisterung aus.
(Hamburg-Konzert) Hamburger Abendblatt, 14.02.00
Und es war ein herrlicher Genuss, die Wärme der Streicherchöre und die exzellenten Leistungen insbesondere der selbst im Pianissimo ausdrucksvollen Holzbläser-Soli des Gewandhausorchesters zu verfolgen.
(Mendelssohn, Schottische Sinfonie) Hamburger Abendblatt, 14.02.00
Blomstedt, Gewandhausorchester und Bruckner, das ist eine Kombination vom Allerfeinsten.
(Bruckner, 6. Sinfonie) Leipziger Volkszeitung, 12.02.00
Ausgewogen alles von Anfang bis zum Schlußakkord, geschliffen und in höchstem Grade differenziert die immer wieder zu rühmende Klangkultur aller Orchestergruppen.
(Bruckner, 6. Sinfonie) Freie Presse, 12.02.00
[Die Konzerte] bewiesen, dass authentische Sicht nicht zwingend alter Instrumente bedarf. Blomstedt und seine Gewandhäusler zeigen eindringlich: Phrasierung, Klangfarben, Dynamik, Beweglichkeit, Schlankheit - all das kann auch das Traditionsorchester vom Augustusplatz.
(Bach, Messe h-Moll) Leipziger Volkszeitung, 05.02.00
Diese Einspielung des Gewandhausorchesters mit Herbert Blomstedt am Pult ist vielleicht nicht so bald zu übertreffen an Klangvollkommenheit.
(Bruckner, 9. Sinfonie, CD-Rezension) Freie Presse, 19.01.00
Beethovens Neunte in lichter Klarheit und Glaubwürdigkeit.
(Beethoven, 9. Sinfonie) Leipziger Volkszeitung, 31.12.99
Selten wohl hat man in der Alten Oper ein Ensemble gehört, das selbst in den turbulentesten Sätzen mit vergleichbarer Präzision aufspielt.
(Frankfurt/Main-Konzert) Main-Echo, Aschaffenburg, 11.12.99
Brahms' Vierte, seidig und sinnlich gespielt von einem fabelhaft aufgelegten Gewandhausorchester [...].
(Brahms, 4. Sinfonie, CD-Rezension) Leipziger Volkszeitung, 10.12.99
[Blomstedt] formt schnörkellos artikulierte, rhetorisch präzis phrasierte, keineswegs aber spröde Klangreden, die aus einer scheinbar grenzenlosen Fülle an dynamischen und farblichen Schattierungen schöpfen. So ist es gleich in mehrfacher Hinsicht eine geradezu ideale Allianz, die [...] zwischen diesem uneitlen Sachwalter der Werke und einem der berühmtesten, kultiviertesten und traditionsbewusstesten Klangkörper Deutschlands herrscht.
(Frankfurt/Main-Konzert) Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.12.99
Wie ungemein differenziert und nobel alles klingt, wie bruchlos die Crescendi anschwellen, wie manche Kantilene plötzlich anfängt über einer pulsierenden Streichergrundierung fragil zu schweben, wie jeder Klang erst mild vergoldet oder sacht in Samt gehüllt wird, bevor ihn die Musiker auf die Reise schicken, und dennoch alles ganz klar, durchsichtig und "natürlich" wirkt - das grenzt schon fast ans Wunderbare.
(Frankfurt/Main-Konzert) Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.12.99
[...] zeigte das Orchester erstaunliche Phrasierungs-Raffinessen und übte sich in wundervoller dynamischer Vielfalt: [...] ein derartiger Klang schien noch vor nicht allzu langer Zeit auf modernem Instrumentarium unerreichbar.
(Beethoven, 6. Sinfonie) Leipziger Volkszeitung, 04.12.99
he (Blomstedt) gave one of the most impressive accounts London has heard of the work for some time.
(Beethoven, 5. Sinfonie) The Times, 15.10.99
All the interest lay in the extraordinarily detailed orchestral contributions: [...] you would have had to go a long way to hear accompaniments better played.
(Strauss, Vier letzte Lieder) The Times, 15.10.99
Blomstedt stellt einen Mozart auf die Bühne, der aber auch gar nichts zu wünschen übrig läßt.
(Mozart, Linzer Sinfonie) Leipziger Volkszeitung, 10.10.99
Blitzsauber in der Intonation und dynamisch feinfühlig selbst in kompliziertesten Passagen der Blechbläser, leidenschaftlich und urmusikantisch in den Soli der Holzblasinstrumente sowie von edler Strahlkraft in den Streichern entstand im Gewandhauskonzert ein Klangpanorama von bezaubernder Schönheit.
(Sibelius, 1. Sinfonie) Freie Presse, 15.09.99
[...] das weit schweifende Adagio ist der Sinfonie-Höhepunkt. Und Blomstedt erschafft hier eine Klangsinnlichkeit ohne Gleichen: mit zart tönenden Flöten-Soli, verspielten Geigen-Linien - nahezu überirdisch [...]
(Bruckner, 7. Sinfonie) Leipziger Volkszeitung, 09.10.99
Kein Niesen, kein Schnäuzen, kein Bonbonpapier-Rascheln - das Publikum weiß, was es da erlebt, weiß daß der Gewandhauskapellmeister immer wieder Fenster zum Paradies aufstößt. (Bruckner, 4. Sinfonie) Leipziger Volkszeitung, 10.07.99
[...] Triumph: Zweimal zwei Stunden lang stand das Publikum in der Zürcher Tonhalle im Banne einer ebenso ausgefeilten wie gestaltungsintensiven Ensembleleistung von unwiderstehlichem Tiefgang.
(Zürich-Konzert) Der Bund, Bern, 07.07.99
Blomstedt und seine in kleiner Besetzung angetretene Musikerschar liehen der Partitur Anmut und Zauber, Hintergründigkeit und Sinnlichkeit, Nuancenreichtum und Feuer - eine wahre Wohltat [...]
(Mozart, Linzer Sinfonie) Der Bund, Bern, 07.07.99
Einer leuchtkräftigeren, kompetenter durchgestalteten und erschütternderen Annäherung an Bruckner bin ich seit Jahren nicht begegnet.
(Bruckner, 4. Sinfonie) Der Bund, Bern, 07.07.99
[...] schon das Andante und spätestens das fein bewegte, tief bewegende Scherzo verrieten jenen besonderen Orchesterklang, der das Gewandhausorchester so einmalig macht.
(Bruckner, 4. Sinfonie) Augsburger Allgemeine, 01.07.99

