Chorprojekt
Einmal in der Saison bringen der GewandhausKinderchor und das Ekky Meister Trio das Programm "Groß werden - das tägliche Chaos" zur Aufführung. Dabei geht es um das "ganz normale Leben" von Kindern und Jugendlichen, ihre Gedanken, Gefühle und Wünsche - umgesetzt in Musik und Texten. Die am Projekt beteiligten Schulklassen sammeln und schreiben Texte, steuern musikalische Ideen bei oder komponieren Teile des Programms sogar mit. In dieser Saison soll wieder ein Literaturwettbewerb Texte von Schülern entstehen lassen, die dann zwischen den Musiktiteln vorgetragen werden. Eine Jury, in der auch so prominente Leipziger wie der Musiker Sebastian Krumbiegel mitwirken, entscheiden über die schönsten, originellsten und besten Texte. Ein spannendes Projekt - und jedes Jahr anders.
Info: Kostenloses Projekt. Teilnehmer: 6. - 12. Klassen aller Schularten. Anmeldung erforderlich:Franziska Vorberger , Telefon 0341/1270-448
Groß werden - das tägliche Chaos - Folge 6 (Saison 09/10)
Freitag 28. Mai 2010, 20 Uhr Mendelssohn-SaalGroß werden - das tägliche Chaos GewandhausKinderchor
Ekky Meister Trio
Ekkehard Meister, Klavier/Keyboards
Lars Düseler, Bass
Christoph Meister, Schlagzeug
Leipziger Schülerinnen und Schüler
Frank-Steffen Elster, Leitung
Musik zu Texten von Hermann Hesse, Rainer Maria Rilke, Joachim Ringelnatz, Hans Magnus Enzensberger, dem GewandhausKinderchor und anderen.
Bearbeitungen von bekannten Songs aus Musical, Pop und Rock
Groß werden - das tägliche Chaos - Folge 5 (Saison 08/09)
Ein sportlich-kreatives Projekt von Gewandhaus zu Leipzig
und Deutschem Fußball-Bund (DFB)
Video des DFB mit Interviews zum Projekt
Wir danken allen Schülern, die am Projekt teilgenommen und uns mit ihrer literarischen Kreativ-Offensive einen finalwürdigen Abend bereitet haben. Hier die Gewinnertexte:
Platz 1,2 und 3 und Sonderpreis , Platz 4 bis 10 , weitere eingereichte Texte
Bilder der Veranstaltung (UEFA)
Gewinnertexte Großwerden-Projekt 2009:
Platz 1:
Name Doppelpunkt: Oliver P.
Datum 17. Juni 2008.
Ich spielte. Ganze 45 Minuten. Stur starrte ich auf den Ball. Dann kickte ich ihn zu einem meiner Spieler, doch der schoss ihn in die falsche Richtung. Nie gelang es uns ein Tor zu schießen. Alles wirkte so unecht. Manche Spieler reagierten agrnicht oder spielten zur gegnerischen Mannschaft. Doch nun hatte ICH den Ball. Ich spielte auf das Tor zu und plötzlich ertönte der Pfiff. Doch er klang anders als sonst... Eher wie die Schulklingel. Verwirrt sah ich auf und mir fiel wieder ein wo ich war. Die Lehrerin ging auf meinen platz zu, nahm die vor mir liegende Arbeit, auf der bis einem Namen und dem heutigen Datum nichts stand und sagte: „Das war wohl ein Eigentor, Oliver!" Und damit hatte sie verdammt noch mal recht.
Platz 2:
Der Vergleich ist der Anfang der Unzufriedenheit
Kahle Bäume. Verlassene Häuser. Blinde Fenster. Trostlose Stille. Mein Zuhause.
Ich trat in den einsamen Innenhof. Hierher drang kein einziges Geräusch, nicht einmal die Vögel waren zu hören. Meine Schritte hallten an den grauen Mauern der leeren Gebäude wider. Lustlos schob ich meinen schlammbespritzten Fußball vor mir her auf die asphaltierte Fläche. Doch ich konnte mich nicht wirklich konzentrieren, ständig musste ich daran denken, wie es wohl wäre auf einem richtigen Platz spielen zu können. Auf einem Platz mit Rasen und mit einer richtigen Mannschaft. Doch von sowas konnte ich nur träumen, denn in unserem Dorf gab es nicht viele Kinder und erst recht kein ordentliches Spielfeld.
Während der letzten Jahre hatte sich hier viel verändert. Die meisten waren in die Städte gegangen, um ein besseres Leben führen zu können. So zerfiel das Dorf langsam. Die Bäume verloren ihre Blätter, die Häuser wurden verlassen, durch die blinden Fenster konnte man nichts mehr erkennen, die trostlose Stille war bedrückend. Das war mein Zuhause, hier lebte ich.
Entmutigt ging ich nach Hause. Heute war mir nicht nach Fußball
Die Tage flossen langsam an mir vorbei und als ich irgendwann wieder Lust verspürte, Fußball zu spielen, rannte ich den steinigen Weg entlang - und blieb abrupt stehen. Nein! Das konnte nicht sein! Nein! Das durfte nicht sein!
Entsetzt beobachte ich, wie die Bagger meinen kleinen Platz zerstörten. Plötzlich wurde mir klar, dass ich genug gehabt hatte, um glücklich sein zu können. Doch ich hatte nichts daraus gemacht. Ich war nicht glücklich gewesen mit dem, was ich hatte und war neidisch auf andere gewesen. Ich würde ihn vermissen, meinen Platz, auf dem ich nie wieder Fußball spielen konnte. Doch jetzt wusste ich, wie man glücklich sein konnte.Platz 3:
Blau
Blau. Die Wand ist blau. Blau ist eine beruhigende Farbe. Doch was ist dieser schwarze Fleck vor der blauen Wand? Schwarz stört die Atmosphäre von blauen Wänden. Mein Blick wird klarer, ein schlaksiger Mann schaut mich erwartungsvoll an.
„Hallo Sepp, mein Freund. Schau mich nicht so an, ich bin doch der Kunibert, dein allerbester Fußball-Kumpel."
Der seltsame Typ soll mein Freund sein? Ich kann mich an nichts erinnern und weiß nicht, was ich sagen soll, deshalb antworte ich nur hohl: „Aha." Dieser Kunibert redet ununterbrochen weiter auf mich ein, bis er schließlich geht. Endlich. Ich langweile mich ziemlich in diesem Zimmer, denn es sieht aus wie in einem Krankenhaus. Vor lauter Nichtstun fallen mir die Augen zu.
Blau. Die Wand ist blau. Blau ist eine interessante Farbe. Aber der rote Fleck dort stört, der Kontrast ist einfach zu groß. Nach und nach kann ich klarer sehen, ein sportlicher Mann im roten Trainingsanzug steht vor mir. Aus irgendeinem Grund erinnert er mich an Fußball, ich weiß auch nicht wieso.
„Hi Sepp", begrüßt er mich, „ich bin's, Peter, dein Trainer. Also, ich will dich ja nicht unter Druck setzen, aber in drei Wochen ist unser nächstes, sehr wichtiges Spiel, und..."
Wovon redet er? Die ganze Zeit muss ich mir anhören, was für Probleme er mit seiner Fußballmannschaft hat. Doch damit habe ich nichts zu tun und schlafe irgendwann ein.
Blau. Die Wand ist blau. Blau ist eine inspirierende Farbe. Und da ist endlich mal was Spannendes vor der blauen Wand: ein bunter Fleck! Ich schaue genauer hin und erkenne... ein Poster. Mühsam versuche ich die Schrift unter dem Bild zu entziffern. „Sepp Müller"... Hey, das ist doch mein Name, daran erinnere ich mich noch. Doch was mache ich auf einem Poster? Weiter steht dort: „Unsere Nummer 1" Mir fällt es wie Schuppen von den Augen.
Es war ein heißer Tag gewesen, als ich unter Jubelstürmen das Spielfeld betrat. Ich erinnere mich wieder an die Reden des Trainers, wie wichtig das Spiel für uns werden würde. Wir hatten in Führung gelegen, als der Ball das erste Mal wirklich gefährlich auf mich zukam. Ich sprang und ich wusste nicht, was geschehen war, als ich den Ball bereits in den Händen hielt und mir ein stechender Schmerz durch den Kopf schoss. Ich hörte nur noch die dröhnende Stimme des Moderatoren: „... doch was ist das? Müller stolpert und stößt mit dem Kopf gegen einen Pfosten! Wie kann das sein,...?!"
Als ich aufwachte, sah ich eine blaue Wand. Blau ist doch eine beruhigende Farbe, oder?
Sonderpreis: Sehen so Sieger aus? (Ausschnitte siehe rechts)
Platz 4bis 10 (ohne Reihenfolge):
WM 2006
Sommer 2006. 24 kleine Schüler hüpften jeden Tag aufgeregt durch das Schulhaus. Wir waren voller Energie, hielten zusammen, wenn es darauf ankam und hatten in diesem Sommer nur ein und dasselbe Interesse: FUSSBALL. Wir waren völlig außer und, als die ersten Spiele begannen. Wir standen in jeder Lage hinter unserem Land und wer nicht, verbarg es jedenfalls sehr gut. Keiner ahnte die enttäuschende Niederlage: 3. Platz für Deutschland! Als wir hörten, dass Frankreich den 2. und Italien sogar den 1. Platz belegten, flossen sogar Tränen!! Wir wollten und konnten es einfach nicht fassen...
Winter 2008. Mittlerweile sind wir 26 Schüler...schon lange nicht mehr klein wie vor 2 Jahren. Gemeinsame Interessen, die die ganze Klasse teilt, gibt es schon lange nicht mehr. Es gibt viele kleine Gruppen und Fußball ist kaum mehr ein Thema. Nur wenn EM oder auch die Spiele der Lieblingsmannschaft stattfinden, dann ist wieder etwas von diesem Gefühl des Zusammenhalts zu merken. Vielleicht wird es wiederkehren ... das Gefühl von damals, in 2 Jahren zur WM 2010.
Der Schokoladenarzt
„Foul, Foul, das war ein Foul!", schrie der aufgebrachte Trainer. Der Mannschaftsarzt rannte aufs Feld. Ein kleiner Junge lag verletzt da, Tränen standen in seinen Augen. Der Arzt konnte es nicht fassen als er sich die Gegner ansah: „So jung und schon so brutal", dachte er. Der Mannschaftsarzt musste dem verletzten Jungen nur ins Gesicht schauen, um zu sehen, was ihm -abgesehen von der kleinen Wunde- fehlte: die Motivation. Er öffnete seinen Medizinkoffer und nahm ein Stück Schokolade heraus. Das Rezept stammte von ihm, Vollmilch mit Nougat. Er liebte die Arbeit mit Schokolade genauso wie die mit Kindern. Verstohlen schaute er sich um, bevor er dem Jungen das Stück zuschob. Er wusste, dem Trainer würde es nicht gefallen. Doch Schokolade half bei Kindern immer, aber viele Erwachsene konnten das nicht nachvollziehen. Nachdem der Junge das Stück gegessen hatte, huschte ein dankbares Lächeln über sein Gesicht. Er stand auf und meinte, ihm ginge es schon besser und er könnte weiterspielen. Der Trainer warf seinem Kollegen einen vorwurfsvollen Blick zu. Doch der Arzt ignorierte ihn und sah zu dem Jungen, der schon wieder mitten im Spieltrubel war. Ohne die Schokolade wäre er nicht wieder so eifrig beim Spiel gewesen, da war er sich sicher.
Glücklich setze sich der Schokoladenarzt zurück auf die Bank.
Das Märchen vom Fußball
Es war einmal eine Prinzessin und dieser Prinzessin war immer so schrecklich langweilig. Der Hofarzt konnte bei ihr nichts feststellen und doch fühlte sie sich immer schrecklich krank. Da kam eines Tages ein Mann an den Hof, der mit einem seltsamen morgenländischen Akzent sprach. Er sagte, er käme aus Indien und habe von der Krankheit der Prinzessin gehört. Da er Arzt sei, habe er eine Vermutung, was der jungen Dame fehlen könnte. Er sprach mit ihr und sah sich in seinem Verdacht bestätigt: die schwarze Langeweile, so hieße diese äußerst seltene Krankheit, die nur durch etwas, was der Prinzessin ehrlich Freude bereite, geheilt werden könne.
Da ließ der König im ganzen Land ausrufen, dass derjenige, der der Prinzessin etwas zeigen könnte, was sie wirklich glücklich mache, seine Tochter zur Frau bekäme und zusätzlich das halbe Königreich. Daraufhin zeigten ihr Bewerber aus dem ganzen Land die schönsten Dinge, doch nichts von alledem konnte sie so begeistern, dass sie sich besser fühlte. Was sie jedoch nicht wusste, war, dass zu dieser Zeit meilenweit vom Schloss entfernt ein Jüngling eine Entdeckung machte. Der wanderte gerade hinunter ins Dorf, um Milch zu kaufen, als er mit dem Fuß gegen eine Kastanie stieß. Da überlegte er, dass man aus Leder einen Ball fertigen könnte, den man dann mit dem Fuß in ein Netz aus Fischgräten schießen würde.
Auch er hatte von der Prinzessin und ihrer Krankheit gehört und machte sich nun sofort mit seinem Ball und seinem Netz auf den Weg zum Schloss. In allen Dörfern, in denen er Rast machte, war man ganz begeistert von seiner Idee, doch die Leute meinten, dass dieser Spaß für eine feine Dame wie die Prinzessin doch viel zu schmutzig sei.
Als der junge Mann nach einigen Wochen vor dem Schlosstor stand und um Einlass bat, wurde er dort schon gespannt erwartet. Entgegen aller Erwartungen war die Prinzessin von der Idee des Jünglings sowie auch von ihm selbst vollkommen hingerissen.
Sie lief sofort in den Schlossgarten, um den Fußball selbst auszuprobieren und siehe da, sie war so geschickt mit dem Ball, als hätte sie ihr Leben nichts anderes getan. So wurde das ganze Königreich eine regelrechte Fußballnation, doch ihre Königin spielte von allen immer noch am besten.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann kicken sie noch heute.
Die Bandensache
Wir waren eine Fußballbande, hatten aber kein Bandenquartier. So fing das Ganze an: die Bandenquartiersuche, das Match, das schief lief und
........ ich fange einfach an, es euch zu erzählen.
Ich wollte schon immer eine Bande haben, aber ich hatte keine Idee. Also gab mir meine Freundin ein Buch, wo alles drin stand. Es war ein Fußballbandenbuch. Also wurde ich Fußballfan und gründete eine Fußballbande zusammen mit meinen Freundinnen. Bald darauf forderten die Jungen uns zu einem Match auf. Wir übten, aber es klappte nicht. Wenn wir Glück hatten, schossen wir ein Tor, da stand es dann 1:8 für die Jungen, aber oft stand es auch 0:11. Es klappte einfach nicht. Dann, beim Match, verloren wir wieder. Weil wir uns nie auf dem Fußballplatz treffen konnten und weil sich unsere Abwehrspielerinnen nicht vom Platz rührten. Es gab auch noch andere Gründe. Als wir in einer Hofpause spielen wollten, war der Platz schon besetzt. Die 3a spielte Fußball. Auf unserem Stammplatz! Wir sagten zu ihnen: „Das ist unser Fußballplatz! Wir wollten sie zu einem Match auffordern, aber an dem Tag, wo wir uns verabredet hatten, war die Bande schon aufgelöst! Meine Freundin Julia hatte, hinter meinem Rücken, Zweifelderball eingeführt und niemand interessierte sich mehr für Fußball. Mein Fußballbande war gescheitert und Julia nicht mehr meine Freundin.
Dann gründete ich eine neue Bande, doch die scheiterte wieder, weil wir kein Bandenquartier hatten. Dann hatte ich noch eine, doch die scheiterte auch. Ich lasse es besser und außerdem bin ich mit Julia jetzt wieder befreundet.
Fußball im Rollstuhl
Erik sitzt seit einem Jahr im Rollstuhl. Früher spielte er im Fußballverein Rot-Weiß als Stürmer.
Sein linkes Bein ist gelähmt. Vor einem Jahr wurde er von einem Auto angefahren. Durch den langen Krankenhausaufenthalt konnte seine Mutter die anschließende Therapie nicht bezahlen.
Erik kann seitdem nicht mehr Fußball spielen. Er wird von den Jungs oft gehänselt. Sie nennen ihn lahme Ente. „Erik, wollen wir Fußball spielen?", fragt Jens höhnisch.
„Nein, ich kann nicht mehr Fußball spielen. Das weißt du doch", sagt Erik wütend. Die Jungs aus Jens Clique lachen Erik aus.
Erik rollt traurig nach Hause. „Erik, Erik", ruft jemand hinter ihm. Es war seine Mutter.
„Ja, was ist?" „Hör mal, was hälst du von Basketball? Es gibt für Rollstuhlfahrer
Basketballmannschaften. Warum gehst du nicht dort mal hin?", fragt seine Mutter.
„Nichts! Ich will nichts anderes als wieder Fußball spielen!", faucht Erik seine Mutter an und fährt schnell davon. Er fuhr den ganzen Nachmittag. Bis er nicht mehr wusste, wo er war.
Da sah er sein altes
Fußballfeld mit den selbst gebauten Toren. "Junge, willst du Fußball spielen?", fragte eine tiefe Stimme hinter ihm. Erik erschrak. Dann trat der Mann hervor. Er war groß und jung.
Erik fasste Selbstvertrauen. „Ja, ich will wieder Fußball spielen", sagte Erik trotzig. „Gut, dann pass auf.
Als erstes üben wir das Laufen", sagte Dr. Schrebach, der junge Sportarzt seiner alten Mannschaft.
„Gut Erik, dann üben wir jetzt. Okay?", fragte Dr. Schebach. Von nun an übte Erik jeden Nachmittag, so dass er nach 3 Monaten wieder gehen konnte ohne hinzufallen. Seine Mutter war erstaunt, aber am meisten die Jungs in seiner Klasse.
Nach 5 Monaten kann er rennen und nimmt am Sportunterricht wieder teil.
Jetzt ist er entschlossen, Jens im Fußball herauszufordern.
Das Spiel Jens gegen Erik war spannend.
Aber zum Schluss gewann Erik mit 3:2. Jens und die anderen waren erstaunt. Nach 2 Jahren konnte Erik wieder Fußball spielen.
„Er weint vor Freude", sagt ein Junge. Erik weiß jetzt eins: Einen Traum zu haben, ist schön und wenn man Glück hat, geht er in Erfüllung.
Ein Fußballgedicht aus meiner Sicht
Der Pfiff ertönt,das Maskottchen stöhnt.
Die Spieler rennen aufs Feld,
das von Scheinwerfern erhellt,
mitten in Berlin liegt.
Die Masse ruft: „Köln, ihr siegt!"
Der Ball fliegt los,
das Tor ist groß,
der Torwart ist klein,
der Ball geht rein.
Die Menge grölt,
der Trainer nölt.
Doch das Spiel geht weiter,
Herta BSC ist heiter.
Und da kommt Paul,
er macht ein Foul.
Er trifft das Bein,
der Gegner knickt ein.
Der Schiedsrichter hat´s gesehen,
jetzt muss Paul gehen.
Denn er hat die Rote Karte bekommen.
Der Gegner noch ganz benommen,
wird weggebracht auf der Trage,
„Was ist passiert ist seine erste Frage.
Das Spiel geht weiter,
doch nichts passiert,
trotzdem sind die Fans amüsiert.
Die Pause geht los,
der Sturm auf den Imbiss ist groß.
Das Bier ist leer,
auch zu Essen gibt´ s nichts mehr.
Die zweite Halbzeit beginnt,
es sieht so aus,
als ob Herta BSC gewinnt.
Zwei Tore fallen,
die betrunkenen Zuschauer lallen.
Ein Fan ist ganz benommen,
und die Sanitäter müssen kommen.
Kaum ist er weg, schon der nächste Schreck:
Ein Zuschauer rennt übers Feld,
er fühlt sich wie ein Held.
Doch bevor die Security eingreifen muss,
ist schon Schluss
Der Abschlusspfiff ertönt,
der Trainer stöhnt
Das Gedicht ist nun aus,
gebt mir bitte einen großen Applaus
Werner!
"Werner! Mach doch endlich den Fernseher aus, du musst noch deine Hemden bügeln!" Werner ist ein eher unauffälliger Bibliothekar, Ende 50, verheiratet; sein Sohn ist schon länger ausgezogen. Die ganze Woche schon freut er sich auf dieses Fußballweltmeisterschaftsendspiel. Und jetzt das. Er überhört die Aufforderungen seiner Frau. " Werner! Hörst du mir überhaupt zu?" -"Aber Ingrid, es spielt doch grade Deutschland gegen Italien! Och bitteeeee!" -"Denk an dein Mittagessen morgen! Ich mach's nicht!" - "Wo ich bügle, ist das egal?" -"Warum fragst du? Natürlich! Keller, bei den Nachbarn...
* * *
Kurze Zeit später kommt Werner, mit dem Bügelbrett unter seinem Arm, zurück und baut es vor dem Fernseher auf. Eine vertraute Stimme verkündet: " Wir sind kurz vor der Halbzeit, Deutschland in Ballbesitz, Ballack, Frings ...Nein! Der sollte wahrscheinlich an Klüse gehen, aber da war ein Italiener..."
Werner ist kurz davor, an seinen Fingernägeln zu kauen. "Die Italiener kommen! Die deutsche Abwehr versagt, nur Titan Olli kann sie noch stoppen, wird er halten, wird er halten, wird er? Jaaaaaaaaaaaaaaaaa! ein Gegentreffer, Pfiff,
Halbzeitpause, Kahn ist der Größte!"
Werners Fingernägel sind ganz stumpf, das Wort "Bügeleisen" hat er schon vergessen. "Ingrid, was riecht hier so? Ist bei dir irgendwas angebrannt? Nicht das schöne Schnitzel!" Er sieht seine Frau, die mit offenem Mund im Türrahmen steht und ihn entsetzt ansieht. Langsam senkt er seinen Blick und schaut auf das teure Abendkleid. "Werner!"
Ein Fußball fliegt von Tor zu Tor
Ein Fußball fliegt von Tor zu Tor,
ein guter Spieler springt davor.
Er hält den Ball in seiner Hand
die andern kommen angerannt.
Sie springen alle auf ihn drauf,
der Schiri hört zu pfeifen auf.
Die Fans, die jubeln laut und stark,
die Spieler schießen hoch und hart.
Der Trainer hebt sich von der Bank
und schreit ganz laut zu seinem Frank.
Denn der, der passt nicht auf,
denn jetzt hört er zu schießen auf.
Ein Gegner kommt gleich angerannt,
weil er das Ganze unfair fand.
Doch dem dem geht es aus dem Sinn,
der Ball liegt jetzt im Tore drin.
Die Fans, die rufen Tor! Tor! Tor!
Der Torwart schießt den Ball jetzt vor.
Er will ein tolles Gegentor,
die Fans die singen nun im Chor.
Ein Spieler rennt gleich vor,
Er schießt so stark er kann zum Tor.
Ein Spieler schießt, ein andrer köpft,
der Torwart ist vor Scham erschöpft.
Nun geht das Spiel zu Neige
und die Spieler in die Umkleide.
Sie kommen alle wieder vor
und singen ihre Hymne im Chor.
Der Pokal wird überreicht,
der Trainer freudig drüberstreicht.
Kindergartenfußball
„Juchhuuu, Toooor!", schrie Leon, „Wir haben gewonnen!". Auch die anderen Kindergartenkinder freuten sich.Melli, die Kindergärtnerin, sagte „Wenn ihr weiter so gut spielt, müssen wir ja einen Fußballplatz für euch bauen."
Lotte rief laut: „Und eine Fußballmannschaft gründen wir auch. Der 1. FC Kindergarten zum Beispiel. Wir müssen nur noch Frau Rose fragen."
„Na, macht mal halblang Kinder, aber wenn es sein muss frag ich Frau Rose!", sagte Melli.
2 Tage später fragte Frau Rose: „Wollt ihr immer noch eine Fußballmannschaft gründen?" Die Antwort lautete einstimmig: „Ja, wir wollen!" „Nun gut, Leon ist Mannschaftskapitän. Lotte, Elisa, Rita, Ina, Lilli, Tilla, Franz, Toni, Paul, und Rico bilden den Rest der Mannschaft. Ach so, nächste Woche ist euer erstes Spiel gegen die Kinderfußballmonster. Also trainiert schön!"
1 Woche später ist das Spiel. Der Schiedsrichter pfeift an. Nach 5 Minuten schießt Tilla das erste Tor. Paula von den Gegnern leider auch. 35 Minuten später ist das Spiel zu Ende. Es steht 3:1 für den 1. FC Kindergarten. „Jiha, gewonnen." Jubelten sie. „Toll gemacht," freut sich Frau Rose, „wenn ihr so weiter spielt, werdet ihr bestimmt die beste Fußballmannschaft der Welt!"
Ende
In der Liebe geht es rund
„TOR!", schreit Jana. „Ey Mama, du bist echt die Beste. Jetzt steht es schon 3:0, das heißt, wir haben die Jungs schon wieder geschlagen!"Janas zwei Brüder, Richard und Lukas, schauen so ungläubig, als ob gerade ein Ufo gelandet wäre. Dass ihre Mutter schon wieder ein Tor schießen konnte, hatten sie nicht gedacht, zumal sie beide regelmäßig zum Fußballtraining gehen.
„Oh Mann! Das ist unfair!", ruft Richard.
„Ja genau! Schon wieder gewinnen Mama und Jana", schluchzt Lukas.
„Moment mal!", unterbricht Jana ihren kleinen Bruder, der den Tränen nahe ist.
„Die Mutter meiner Freundin hasst Fußball! Und die meisten anderen Frauen, die ich kenne, auch... Aber du magst Fußball und kannst sogar noch super spielen! Aber warum?"
„Oh, das ist eine lange Geschichte... Also... Das war so...", überlegt Mutter, während sie sich mit ihren 3 Kindern ins feuchte Gras setzt." Ich war gerade in der 9. Klasse, also 1 Jahr älter als Richard und ich hasste Fußball. Wenn die Jungs aus meiner Klasse diesem schwarz-weißen Ding hinterherliefen, habe ich immer die Augen verdreht.
Eines Tages kam ein neuer Junge in unsere Klasse. Schon als er ins Zimmer kam, wusste ich... DER ist es! Ich verliebte mich sofort... seine schokoladenbraunen Augen, seine fast schwarzen Haare und erst sein wunderbares Lächeln, von dem ich immer Gänsehaut bekam. Ich hätte dahin schmelzen können... Tja, aber eines Tages, als ich zufällig in der Sporthalle war, sah ich ihn mit dem damals größten Fußballfan unserer Klasse spielen und trotzdem find mein Herz an zu stolpern und die Schmetterlinge flatterten wie wild.
Plötzlich wurde mir klar, dass sich meine Einstellung gegenüber Fußball ändern musste... sonst hätte ich ja keine Chancen bei diesem gutaussehenden Mädchenschwarm gehabt. Deswegen guckte ich immer, wenn mein Vater Fußball schaute, mit. Mein großer Bruder erklärte mir alles, was ich nicht verstand und mit Fußball zu tun hatte. Auch Wörter wie zum Beispiel ,Abseits'."
„Was?! Das hast du alles für diesen Kerl gemacht?", fragte Jana entsetzt.
„Mmh... Ja, aber es hat sich gelohnt. Na ja, ich fragte sogar seinen Kumpel, was seine Lieblingsmannschaft war... Und dann kaufte ich ihm einen Fanschal von Realmadrid!"
„Das war seine Lieblingsmannschaft? Und du hast ihm einfach so einen Fanschal geschenkt?", fragt Richard.
„Nun ja, er lud die ganze Klasse zu seiner Geburtstagsfeier ein. Der Fanschal war ein Geschenk für ihn. Die Feier musste natürlich auf einem Fußballplatz stattfinden."
„Ihr habt Fußball gespielt?", fragte der kleine Lukas, der auf dem Schoß seiner Mutter sitzt.
„Ja, das haben wir, aber mein Bruder hatte ja mit mir trainiert. Auf die Party folgte dann unser erster Kuss...", erzählt Frau Müller ihren Kindern mit einem abwesenden Lächeln. „Und ich spielte dann sogar Wochen, Monate, nein eigentlich Jahre nach der Feier mit ihm Fußball. Er hat mir viele tricks beigebracht."
„Ach, deswegen kannst du so gut Fußball spielen!", schlussfolgert Lukas.
„Stimmt!", antwortet Frau Müller.
„Und was wurde dann aus euch?", fragt Jana.
„Wir haben ein paar Jahre später geheiratet."
„Was? Aber dann hattest du ja noch eine Ehe vor der mit Papa!", meint Jana entgeistert.
„Aber nein! Euer Vater ist und war meine große Liebe und wird sie immer bleiben", lacht Elke.
„Der Junge, von dem du die ganze Zeit geredet hast, ist Papa?", fragt Richard ungläubig?
„Oh ja! Stimmt genau!", antwortet seine Mutter. Aber behaltet mein kleines Geheimnis für euch und erzählt Papa bitte nichts!", fügt sie zwinkernd hinzu.
Von hinten nähern sich plötzlich Schritte und dann steht Herr Müller auch schon hinter seiner Frau und seinen Kindern. Alle vier grinsen ihm entgegen.
„Ähm, warum schaut ihr mich alle so an. Gibt es etwas, das ich wissen sollte?"
„Nö Papa. Alles gut!", antwortet Jana frech.
Fußballsprüche
Fußball, ein Sport, der mitfiebern lässt.Fußball, ein Sport, der verbindet.
Fußball, ein Sport, der leidenschaftlich ist.
Fußball, ein Sport, der bewegt.
Fußball, ein Sport, der stark macht.
Fußball, ein Sport, der Wunder.
Fußball, ein Sport, der Gefühle erregt.
Fußball, ein Sport, der die Welt regiert.
Fußball ist unser Leben.
Elf Freunde müsst ihr sein.
Ein Spiel dauert so lange, bis es der Schiedsrichter abpfeift.
Abseits ist, wenn der Schiedsrichter pfeift.
Flach spielen - hoch gewinnen.
Das Runde muss in das Eckige.
Ein Fußball hart und kugelrund
Ein Fußball hart und kugelrund,der ist im guten Fußballbund.
Die Spieler ehren ihn gar sehr
sie rennen mit ihm hin und her.
Beim Üben liegt er drin im Tor,
Beim richt'gen Spiel da nur davor.
Beim Training hält der Torwart im Nu,
Beim Spiel, da greift er nicht gut zu.
Die Spieler schießen so gut sie können,
sie wollen den andern den Sieg nicht gönnen.
Die Fans, die randalieren,
doch nur wenn sie verlieren.
Doch dann, wenn sie gewinnen,
dann sind sie ganz von Sinnen.
Und wenn das Spiel zu Neige geht,
und es noch Null zu Nulle steht,
dann schießen sie Elfmeter,
die Fans, die jubeln später.
Die Siegerehrung ist sehr toll,
die Tribünen irre voll.
Die Rufe tönen in die Nacht,
der gute Schiri schallend lacht.
Das außergewöhnliche Fußballspiel
Ist das das größte Fußballspiel des Jahres? Die beiden besten Mannschaften der Welt treffen aufeinander. Die Mannschaftskapitäne heißen Johann Sebastian Bach und Leonardo da Vinci! Der Schiedsrichter pfeift das Spiel an. Es geht los! Das Spiel fängt gut an. Mendelssohn Bartholdy erzielte fast ein Tor, doch Michelangelo hält noch gerade so den Ball. Er wirft den Ball zu Leonardo da Vinci. Dieser sprintet mit einer Wahnsinnsgeschwindigkeit zum Tor von Händel, passt zu Vasco da Gama und er schießt ein Toooooor!!! Großer Jubel im Stadion. Händel sieht am anderen Tor Bach und schlägt eine scharfe Flanke in den Strafraum. Bach köpft ins Tor! Die Abwehr steht noch ganz verdattert da. Jetzt steht es 1:1, nur noch 10 Minuten bis zum Ende. Wie wird das Spiel ausgehen? Wer wird gewinnen? Diese Fragen schießen jetzt jedem durch den Kopf. Ecke für Bach. Nur noch zwei Minuten. Bach schießt und Mendelssohn Bartholdy köpft ganz knapp vorbei. Jetzt sind es nur noch 45 Sekunden. Noch eine Konterchance für Vasco da Gama. Wird er das Tor treffen? Der Schiedsrichter pfeift ab. Aus dem Pfeifen wurde ein schrilles Weckerklingeln. Rico wachte auf. „Wo bin ich? Ich saß doch gerade noch im Stadion - oder? Doch nicht?" Er rieb sich die Augen und blickte sich um. Er sah sein Plakat von Bach an der Wand. Plötzlich fiel ihm ein, dass heute ein ganz besonderer Tag werden würde. Seine Oma hatte ihm doch Konzertkarten fürs Gewandhaus geschenkt. Er rannte schnell Richtung Gewandhaus, vorbei am Bachdenkmal. Ihm war so, als hörte er Bachs Stimme. Dieser sprach: „ Beeil dich, mein Konzert beginnt in fünf Minuten!" Rico wunderte sich, rannte aber trotzdem weiter ins Gewandhaus. Er kam gerade so noch pünktlich zum Konzert. Rico freute sich schon auf Bachs Musik. Während des Konzertes schloss Rico seine Augen und träumte seinen Traum weiter. Im Hintergrund hörte er noch Bachs Musik.
wird noch ergänzt...









