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Oktober 2012

Gewandhausorchester; Riccardo Chailly, Dirigent; Martin Grubinger, Schlagzeug; Franziska Vorberger, Moderation

Avner Dorman
Frozen in Time - Konzert für Schlagzeug und Orchester


Restkarten zu 5 EUR ab 4. Oktober in der Musikalienhandlung OELSNER
Veranstalter: Musikschule Leipzig "Johann Sebastian Bach"

Gewandhausorchester; Riccardo Chailly, Dirigent; Martin Grubinger, Schlagzeug

Avner Dorman
Frozen in Time - Konzert für Schlagzeug und Orchester

-Pause-

Johannes Brahms
2. Sinfonie D-Dur op. 73

Johannes Brahms
Ungarische Tänze WoO 1
(Nr. 10 Nr. 3 Nr. 1.)

Konzerteinführung um 19.15 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 52/43/34/26/16/5 EUR zzgl. VVK-Gebühr
Donnerstag Ermäßigung für Berechtigte
Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

Über die Veranstaltung

„Heute Abend war Gesellschaft bei Herrn von
Bolieu, wo wir, Johannes und ich, die wundervollen
ungarischen Tänze spielten und mit Lorbeeren
und Toasten gefeiert wurden“, vermerkte
Clara Schumann am 1. November 1868 in ihrem
Tagebuch. Schon früher hatte sie in Düsseldorf,
Budapest und Wien ungarische Tänze
von Brahms öffentlich vorgetragen, und auch
Brahms selbst spielte sie gelegentlich in seinen
Konzerten. Als er sie 1869 in der Fassung für
Klavier zu vier Händen seinem Verleger Fritz
Simrock ankündigte, betonte er, dass die Melodien „echte Pußta- und Zigeunerkinder“
seien. „Also nicht von mir gezeugt, sondern nur
mit Milch und Brot großgezogen“, fügte er bescheiden
hinzu. So entsprach es auch seinem
Wunsch, dass auf dem Titelblatt der Erstausgabe
„für das Pianoforte zu vier Händen gesetzt
von Johannes Brahms“ stand und nicht wie
sonst üblich „komponiert von Johannes
Brahms“. Dass es sich bei den volkstümlichen
Melodien nicht um echte Zigeunerfolklore
handelte, wusste man damals noch nicht; die
Klavierbearbeitungen wurden jedenfalls bald
so populär, dass der Verleger eine Orchestrierung
vorschlug. Brahms instrumentierte drei
Tänze, die am 5. Februar 1874, noch vor der
Drucklegung, in einem Pensionsfondskonzert
des Gewandhausorchesters zum ersten
Mal aufgeführt wurden.
„Vorüber! Musterhafte Ausführung, wärmste
Aufnahme ... Brahms reist heute Abend nach
Leipzig. Ankunft 12 und gleich in die Probe“,
teilte der Musikschriftsteller Carl Ferdinand
Pohl dem Verleger Simrock mit, kaum dass
die letzten Töne der Zweiten Sinfonie verklungen
waren, die Hans Richter an diesem
Silvestervorabend 1877 mit den Wiener Philharmonikern
uraufgeführt hatte. Noch in
derselben Nacht brach Johannes Brahms
nach Leipzig auf, um am folgenden Mittag
pünktlich zur Probe im Gewandhaus zu sein,
denn er sollte im Neujahrskonzert sein Klavierkonzert
d-Moll spielen. Die schlimme
Niederlage, die er hier viele Jahre zuvor mit
diesem Werk erlitten hatte, war längst Geschichte
– jetzt war er ein gefeierter Gast.
Der Höhepunkt seines zehntägigen
Aufenthaltes war die Aufführung
seiner Zweiten Sinfonie am 10. Januar
1878, zu der auch „von auswärts,
namentlich von Berlin her“ ein zahlreicher
Zug „von künstlerischen Capacitäten
und Brahms-Anhängern“
strömte. Brahms, schon beim Betreten
des Podiums mit einem Tusch des
Orchesters und lebhaften Beifallsgrüßen
des Publikums empfangen,
dirigierte „sein Werk persönlich,
schwungvoll wie stets und nach jedem
Satze des Separatapplauses sicher“,
berichtete die „Neue Zeitschrift für
Musik“.

Gewandhausorchester; Riccardo Chailly, Dirigent; Martin Grubinger, Schlagzeug

Avner Dorman
Frozen in Time - Konzert für Schlagzeug und Orchester

-Pause-

Johannes Brahms
2. Sinfonie D-Dur op. 73

Johannes Brahms
Ungarische Tänze WoO 1
(Nr. 10 Nr. 3 Nr. 1.)

Konzerteinführung um 19.15 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 52/43/34/26/16/5 EUR zzgl. VVK-Gebühr
Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

Über die Veranstaltung

„Heute Abend war Gesellschaft bei Herrn von
Bolieu, wo wir, Johannes und ich, die wundervollen
ungarischen Tänze spielten und mit Lorbeeren
und Toasten gefeiert wurden“, vermerkte
Clara Schumann am 1. November 1868 in ihrem
Tagebuch. Schon früher hatte sie in Düsseldorf,
Budapest und Wien ungarische Tänze
von Brahms öffentlich vorgetragen, und auch
Brahms selbst spielte sie gelegentlich in seinen
Konzerten. Als er sie 1869 in der Fassung für
Klavier zu vier Händen seinem Verleger Fritz
Simrock ankündigte, betonte er, dass die Melodien „echte Pußta- und Zigeunerkinder“
seien. „Also nicht von mir gezeugt, sondern nur
mit Milch und Brot großgezogen“, fügte er bescheiden
hinzu. So entsprach es auch seinem
Wunsch, dass auf dem Titelblatt der Erstausgabe
„für das Pianoforte zu vier Händen gesetzt
von Johannes Brahms“ stand und nicht wie
sonst üblich „komponiert von Johannes
Brahms“. Dass es sich bei den volkstümlichen
Melodien nicht um echte Zigeunerfolklore
handelte, wusste man damals noch nicht; die
Klavierbearbeitungen wurden jedenfalls bald
so populär, dass der Verleger eine Orchestrierung
vorschlug. Brahms instrumentierte drei
Tänze, die am 5. Februar 1874, noch vor der
Drucklegung, in einem Pensionsfondskonzert
des Gewandhausorchesters zum ersten
Mal aufgeführt wurden.
„Vorüber! Musterhafte Ausführung, wärmste
Aufnahme ... Brahms reist heute Abend nach
Leipzig. Ankunft 12 und gleich in die Probe“,
teilte der Musikschriftsteller Carl Ferdinand
Pohl dem Verleger Simrock mit, kaum dass
die letzten Töne der Zweiten Sinfonie verklungen
waren, die Hans Richter an diesem
Silvestervorabend 1877 mit den Wiener Philharmonikern
uraufgeführt hatte. Noch in
derselben Nacht brach Johannes Brahms
nach Leipzig auf, um am folgenden Mittag
pünktlich zur Probe im Gewandhaus zu sein,
denn er sollte im Neujahrskonzert sein Klavierkonzert
d-Moll spielen. Die schlimme
Niederlage, die er hier viele Jahre zuvor mit
diesem Werk erlitten hatte, war längst Geschichte
– jetzt war er ein gefeierter Gast.
Der Höhepunkt seines zehntägigen
Aufenthaltes war die Aufführung
seiner Zweiten Sinfonie am 10. Januar
1878, zu der auch „von auswärts,
namentlich von Berlin her“ ein zahlreicher
Zug „von künstlerischen Capacitäten
und Brahms-Anhängern“
strömte. Brahms, schon beim Betreten
des Podiums mit einem Tusch des
Orchesters und lebhaften Beifallsgrüßen
des Publikums empfangen,
dirigierte „sein Werk persönlich,
schwungvoll wie stets und nach jedem
Satze des Separatapplauses sicher“,
berichtete die „Neue Zeitschrift für
Musik“.

+49 341 1270 280 Tickets: 10 Uhr — 18 Uhr

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